Wasserenergie nutzt die natürliche Kraft von fließendem und fallendem Wasser zur Stromerzeugung. In Wasserkraftwerken treiben die Wassermassen Turbinen an, die über Generatoren elektrische Energie erzeugen.
Was ist ein Wasserkraftwerk?
Ein Wasserkraftwerk nutzt die mechanische Energie des Wassers zur Stromerzeugung. Dabei kann entweder die Strömung eines Flusses oder die Fallhöhe eines aufgestauten Gewässers genutzt werden.
Wasser treibt die Turbine an
Das Wasser wird durch Leitungen oder Kanäle zur Turbine geführt. Seine Bewegung versetzt die Turbine in Drehung.
Vom Wasserrad zum Generator
Früher wurden Wasserräder genutzt, um Maschinen anzutreiben. Heute wird die Drehbewegung meist direkt oder über ein Getriebe an einen Generator übertragen.
Arten von Wasserkraftwerken
Laufwasserkraftwerke
Laufwasserkraftwerke nutzen den kontinuierlichen Wasserstrom eines Flusses. Sie erzeugen relativ gleichmäßig Strom, solange ausreichend Wasser vorhanden ist.
Speicherkraftwerke
Bei einem Speicherkraftwerk wird Wasser in einem höher gelegenen Stausee gesammelt. Bei Bedarf fließt es durch Druckleitungen zu den Turbinen.
Pumpspeicherkraftwerke
Pumpspeicher können überschüssigen Strom nutzen, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu pumpen. Später fließt das Wasser wieder bergab und treibt die Turbinen an.
Vorteile und Grenzen
Hoher Wirkungsgrad
Wasserkraftwerke erreichen Wirkungsgrade von 70 bis über 90 %. Moderne Wasserkraftanlagen können einen hohen Wirkungsgrad erreichen, weil Turbinen und Generatoren die Energie des Wassers sehr effizient nutzen.
Erneuerbare Energie
Wasser wird im Kraftwerk nicht verbraucht. Nach dem Durchströmen der Turbine fließt es weiter und bleibt Teil des natürlichen Wasserkreislaufs.
Eingriffe in Flüsse und Landschaft
Staudämme und Kraftwerksanlagen können Flussläufe, Fischwanderungen und Landschaften verändern. Deshalb müssen technische Nutzung und Gewässerschutz sorgfältig abgestimmt werden.