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Wohnhaus mit mehreren Wohnungen energetisch sanieren
Wohngebäude

Mehrfamileien Wohnhaus

Heizung, Warmwasser, Gebäudehülle und Energieverbrauch gemeinsam betrachten und Sanierungen sinnvoll planen.

Bei einem Wohnhaus mit mehreren Wohnungen müssen Heizung, Warmwasser, Dach, Fassade, Fenster und Energieverbrauch gemeinsam betrachtet werden. Eine gute Planung hilft, Sanierungsmaßnahmen sinnvoll aufeinander abzustimmen.

Gebäudehülle

Dach und Fassade

Dach und Außenwände haben großen Einfluss auf den Wärmeverlust eines Wohngebäudes. Eine geeignete Dämmung kann den Wärmebedarf des gesamten Hauses reduzieren.

Fenster

Neue Fenster sollten nicht isoliert betrachtet werden. Sie müssen zur Fassade, zum Lüftungskonzept und zum Feuchteschutz des Gebäudes passen.

Merke: Dach, Fassade und Fenster bilden gemeinsam einen wesentlichen Teil der thermischen Gebäudehülle.

Lüftung und Feuchtigkeit

Wird ein Gebäude dichter, verändert sich auch der natürliche Luftaustausch. Deshalb müssen Lüftung und Feuchteschutz bei einer Sanierung berücksichtigt werden.

Tipp: Bei mehreren geplanten Maßnahmen sollte zuerst ein Gesamtkonzept für die Gebäudehülle erstellt werden.

Heizung und Warmwasser

Wärmebedarf des Gebäudes

Die Heizungsanlage muss zum Wärmebedarf des gesamten Wohnhauses passen. Dabei spielen Wohnfläche, Gebäudezustand und Anzahl der Wohnungen eine Rolle.

Wärme richtig verteilen

Nicht nur der Wärmeerzeuger entscheidet über den Verbrauch. Leitungen, Pumpen, Heizkörper und die Regelung beeinflussen, wie effizient Wärme im Gebäude verteilt wird.

Merke: Bei mehreren Wohnungen ist die Wärmeverteilung ebenso wichtig wie die eigentliche Heizungsanlage.

Warmwasserbereitung

Auch Warmwasser benötigt Energie. Speicher, Leitungen, Zirkulation und Wärmeverluste sollten deshalb bei der energetischen Bewertung berücksichtigt werden.

Tipp: Hydraulischer Abgleich, Pumpeneinstellung und Leitungsdämmung können wichtige Bestandteile einer Heizungsoptimierung sein.

Energieberatung und Förderung

Energieausweis

Der Energieausweis wird grundsätzlich für das Gebäude und nicht für jede einzelne Wohnung erstellt. Er enthält Angaben zur energetischen Qualität des Wohngebäudes.

Sanierung planen

Ein Energieberater kann Gebäudezustand, Energieverbrauch und technische Anlagen betrachten und mögliche Sanierungsmaßnahmen in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

Wichtig: Bei größeren Wohngebäuden sollten Eigentümer, Verwaltung und Fachplanung möglichst frühzeitig zusammenarbeiten.

Fördermöglichkeiten

Für energetische Maßnahmen können unterschiedliche Förderprogramme infrage kommen. Je nach Maßnahme können BAFA oder KfW zuständig sein.

Tipp: Förderbedingungen möglichst vor Auftragserteilung und vor Beginn der Arbeiten prüfen.

Energieberatung für Wohnhäuser mit mehreren Wohnungen

Was wird bei einem Mehrfamilienhaus geprüft?

Bei der energetischen Bewertung werden unter anderem Heizung, Warmwasser, Dach, Fassade, Fenster, Wärmeverteilung und Energieverbrauch betrachtet.

Kann eine Wärmepumpe mehrere Wohnungen versorgen?

Eine Wärmepumpe kann grundsätzlich auch ein Wohnhaus mit mehreren Wohnungen versorgen. Entscheidend sind Heizlast, Wärmeverteilung, Warmwasserbereitung und die vorhandenen Heizflächen.

Braucht jede Wohnung einen eigenen Energieausweis?

Normalerweise wird ein Energieausweis für das gesamte Gebäude ausgestellt. Bei rechtlich oder energetisch getrennt zu behandelnden Gebäudeteilen können besondere Regelungen gelten.

Fazit: Das gesamte Wohnhaus betrachten

Bei einem Wohnhaus mit mehreren Wohnungen sollten einzelne Sanierungsmaßnahmen nicht unabhängig voneinander geplant werden. Gebäudehülle, Heizung, Warmwasser und Wärmeverteilung beeinflussen sich gegenseitig.

Eine Energieberatung kann helfen, den Zustand des Gebäudes zu beurteilen, Maßnahmen sinnvoll zu ordnen und mögliche Förderungen frühzeitig zu berücksichtigen.

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